Schon seit jahren hat sich mein denken was spontanes angeht verändert.
Ich habe angefangen die Ursprünge meiner Gedanken zu suchen und was ich fand war... ernüchternd.
Wer auf die Quelle stößt verliert seine Spontanität und als Bonus... verliert er die Möglichkeit zu sagen: "Ich weiß nicht warum ich das gemacht habe" und die Fähigkeit aus dem Bauch zu entscheiden.
Ich weiß nicht mehr was ich will weil ich Egoismus verachte...
Doch wenn man alles auf die Quellen, den Ursprung des Verlangens zurückrechnet ist es immer nur Egoismus.
Ich mache anderen eine Freude weil ich mich dabei gut fühle oder die Hoffnung habe mich danach gut zu fühlen...
Ist es kein Egoismus wenn ich damit niemandem schade oder sogar dabei helfe?
Wenn ich die Prominenten sehe wie sie irgendwem helfen um vor allen gut darzustehn wird mir schlecht...
Doch bin ich besser?
NEIN!
Ich weigere mich ein Egoist zu sein!
Doch wenn ich mir alles verbiete zu tun was mir Spaß macht... kann ich dann glücklich werden?
Vieleicht liegt das Glück in realtivem Egoismus...
Kann ein wirklich selbstloser Mensch glücklich sein?
Wenn du nichts, nichtmal ein Glücksmoment für eine gute Tat bekommst.. bist du kein Egoist wenn du es trotzdem tust...
Außer es würde dir schlimmer gehn wenn du es nicht tun würdest...
Alles was man tut, tut man für sich... oder man macht es einfach nicht.
Das ist eine gewagte Behauptung aber ich denke es ist was wahres dran...
Wenn dich jemand zwingt etwas zu tun... tust du es weil es dir sonst schlimmer geht...
Also machst du etwas für deine Situation...
Wenn du jemand siehst der hilfe braucht hilfst du weil dich sonst dein Gewissen quält...
Deshalb spenden viele ihre 5€ regelmäßig weil sie ihr Gewissen beruhigen wollen...
Es ist besser sie wissen nicht das es im Prinzip nicht für andere ist sondern für sich.
Sozialer Egoismus
Wenn du etwas für dich tust und andere profitieren ist es doch gut oder?
Ist dann Egoismus falsch nur weil Egoisten einen schlechten Ruf haben?
Egoismus im kleinen macht glücklich.
Egoismus im großen Stil macht dich vieleicht glücklich aber andere meist unglücklich.
Also denke ich jeder Mensch ist ein Egoist... aber nicht jeder Egoist ist böse.
Wobei böse ein relativer Begriff ist(meiner Meinung nach).
Unzurechnungsfähig...
Wenn jemand in umständen etwas tut was verboten ist kann es sein das man ihn nicht für böse oder schuldig erklärt...
Wenn du jemanden der dich umzubringen versuchst tötest... ist es notwehr.
Wenn du jahrelang von deinen Eltern oder keine Ahnung Pflegeltern psychisch manipuliert wirst und man könnte sagen umprogrammiert wirst... und dann aus dem Grund irgendwann Menschen tötest bist du dann Schuld?
Jeder würde in der Situation so handeln weil in dem Moment jeder dieser Mensch wäre.
Also ist er unschuldig oder?
Doch es geht nicht um die Schuldfrage.
Mörder sind ob schuldig oder unschuldig gefährlich.
Wenn es notwehr war ist es eine Sache.
Wenn es geplant und "bewusst" durchgeführt war eine andere.
Denn diese Person wird es wieder tun.
Es ist in dem Moment egal wer schuld ist. Man muss den Rest der Menschheit vor ihm schützen.
Genauso agumentieren auch Ärzte in Psychatrien.
Nochmal zur geplanten Spontanität...
Wenn du den Ursprung eines Gedankens immer suchen musst und alles was du denkst analysierst weil du nach Egoismus und niederen Gründen suchst fehlt dir irgendwann alle Spontanität weil du einem Gedanken nicht mal etwas freiraum lassen kannst...
Du beginnst Dinge zu planen die du als "spontan" vorschlagen kannst...
Du überlegst dir: "was könnte ich sagen wenn mich einer fragt ob wir was spontanes machen können?"
Du planst spontane Antworten und spontane Ideen und spontane Vorschläge und Handlungen damit keiner merkt das du die Fähigkeit aus dem Bauch heraus was zu tun... verloren hast...
...
-Fortsetztung Folgt-
27. April 2010
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